Apple warnt: Britische Nutzer müssen sich auf verzögerte Funktionen unter neuen Wettbewerbsregeln einstellenApple warnt: Britische Nutzer müssen sich auf verzögerte Funktionen unter neuen Wettbewerbsregeln einstellen

Liebe Briten, falls ihr euch schon darauf gefreut habt, alle neuesten Apple-Funktionen zeitgleich mit euren Freunden in den USA zu erleben, dann macht es euch gemütlich – es könnte zu Wartezeiten kommen. Apple hat nämlich eine öffentliche Warnung an die britischen Behörden ausgesprochen: Sollte die CMA (Competition and Markets Authority) den EU-Pfad mit strengeren Wettbewerbsregeln einschlagen, könnt ihr euch auf verzögerte Features als „Teil des Charmes“ beim Besitz von Apple-Produkten im Vereinigten Königreich einstellen.

In einem Interview mit der BBC holt Apple die klassische EU-Kritik hervor und vergleicht die Situation mit dem berüchtigten Digital Markets Act. Das Unternehmen weist darauf hin, dass diese Regeln bereits EU-Nutzer Feature-technisch etwas gekostet haben – zum Beispiel die verzögerte Einführung von Apple Intelligence, die eigentlich im September 2024 starten sollte, aber erst im März 2025 in der EU verfügbar war.

Aber warum beschwert sich Apple eigentlich? Nun, die CMA erwägt, sowohl Apple als auch Google dazu zu zwingen, ihre mobilen Plattformen zu öffnen und es kleineren Entwicklern leichter zu machen, zu konkurrieren. Laut Regulierungsbehörde kontrollieren die beiden Giganten immerhin 90–100 % aller britischen Mobilgeräte – das riecht ein bisschen nach einem Duopol, wenn man Leute außerhalb von Cupertino fragt.

  • Fordert, dass Entwickler auf alternative Bezahlsysteme verweisen können – Abschied von 30 % App Store-Provision.
  • Verlangt bessere Interoperabilität, damit digitale Geldbörsen und Smartwatches einfach zusammen funktionieren – Potenzial für Chaos!

Apple behauptet standhaft, dass all dies nicht nur Datenschutz und Sicherheit untergräbt, sondern außerdem fast dazu einlädt, ausländischen Konkurrenten kostenlos Zugang zu verschaffen. Die Firma schürt die Stimmung, indem sie über 100 Anfragen von EU-Rivalen nach Datenzugang erwähnt. Da kann man Phil Schillers Augenbrauen förmlich Samba tanzen hören.

"Diese Maßnahmen untergraben Datenschutz, Sicherheit und zwingen uns dazu, Technologie gratis an ausländische Konkurrenten weiterzugeben."

Bevor ihr jetzt ein Tränchen für Apple verdrückt, sei erwähnt, dass die CMA tatsächlich etwas an der EU-Modell geschraubt hat und versichert, dass die britischen Regeln gezielter auf Interoperabilität ausgerichtet sind und nicht einfach alle Türen grob öffnen. Die Regulierungsbehörde im UK behauptet, dies werde lokalen Entwicklern helfen, Innovationen zu schaffen, ohne die Sicherheit der Nutzer zu gefährden.

Die CMA zieht die Entscheidung bis Oktober hinaus und hat (mutig oder naiv?) sämtliche Stakeholder eingeladen, Feedback zu geben. Britische Entwickler und Apple-Fans müssen sich also in Geduld üben – und vielleicht überlegen, wie sehr sie Kartellrecht zusammen mit Siri und AirPods lieben.

Eines ist sicher: Tim Cook wird wohl kaum die britische Staatsbürgerschaft anstreben, aber wenn sich die Geschichte wiederholt, müssen UK-Fans wohl alle spannenden Software-Neuigkeiten von der WWDC durch einen britischen Verzögerungsfilter erleben.

Quelle: MacRumors

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